Hoffnung sprießt in dürrem Land

Not durch Covid-19 Krise - Projekt [8360]hoffnung in Uganda

Im Norden Ugandas liegt das Flüchtlingslager Rhino-Camp, in dem etwa 140.000 Menschen aus dem Südsudan untergebracht sind. Viele davon sind Witwen oder Waisen. Oft werden Familien von Kindern angeführt, und es herrscht große Armut und Not, die sich durch die Covid-19 Krise zudem extrem verschärft hat. In den letzten Wochen kamen die monatlichen Nahrungsrationen der UN oft verspätet und in äußerst gekürzten Mengen bei den Flüchtlingen an, so dass sehr viele von ihnen unter größter Hungersnot leiden. 

Ein Spendenaufruf von HOPE hat es nun möglich gemacht, dass ein Projekt ins Leben gerufen wurde, mit dem nachhaltige Hilfe geschaffen wird. 

In einem selbst gebauten Gewächshaus werden Setzlinge von Nutzpflanzen gezogen. Zudem werden Samen an die Flüchtlinge verteilt, die somit ihre eigene Nahrung auf dem Land, das ihnen von der Regierung zugeteilt wurde, anpflanzen können. Dadurch wird Hilfe zur Selbsthilfe geleistet, die von den hart arbeitenden Südsudanesen mit Dank empfangen wird. Die Helfer vor Ort schulen die Flüchtlinge zudem, wie sie den Boden bearbeiten und die Pflanzen am besten pflegen können. Auf diese Art konnte bereits sehr vielen Menschen geholfen werden. Samen und Setzlinge für Maniok, Kartoffeln, Papayas, Erdnüsse, Moringa, Sesam, Kohl sowie Zwiebeln werden verteilt. Diese gedeihen in den neu angelegten Gärten sehr gut und können schon bald geerntet werden. Zudem konnte ein weiteres Gewächshaus gebaut werden, dass die Aufzucht von noch mehr Setzlingen möglich macht. 

Leider gibt es noch immer viele Herausforderungen. Witwen, die ihre Kinder nicht versorgen können, stehen oft unter so großem emotionalem Druck, dass sie kurz davor sind, Selbstmord zu begehen. Regen, den das Land für das Wachstum der Pflanzen so dringend benötigt, bleibt aus. Tausende von Flüchtlingen sind allein in diesem Lager weiterhin ohne ausreichend Nahrung, und trotzdem scheint die Flüchtlingshilfe der UN nicht nur die Nahrungsrationen zu kürzen, sondern überlegt sogar, die Unterstützung bald ganz dem Staat zu überlassen. Damit wäre Uganda, das weltweit die drittmeisten Flüchtlinge aufgenommen hat, ein Land, das den Bedürfnissen seiner eigenen Bevölkerung nicht mehr gerecht werden kann - Uganda ist schlichtweg überfordert.

Es liegt an uns, nicht wegzusehen und unsere Herzen dieser Not gegenüber nicht zu verschließen. Auch von Deutschland aus können wir einen Unterschied machen und verzweifelnden Witwen, notleidenden Familien und hungernden Waisen neue Hoffnung, Leben und Perspektive schenken.