22.09.2026 - Nepal

Ihre Hilfe erreicht die Menschen

Unser Projektleiter Rajan berichtet aus den Überschwemmungsgebieten in Nepal

Dank Ihrer Unterstützung konnten bereits mehr als 300 Menschen mit dringend benötigten Hilfsgütern versorgt werden. Dafür sagen wir von Herzen Danke. Doch die Not bleibt groß: Viele Dörfer sind noch immer von der Außenwelt abgeschnitten, Menschen werden vermisst und zahlreiche Familien haben ihr Zuhause verloren. Unser Projektleiter Rajan gibt hier einen kurzen Bericht, wo Ihre Hilfe ankommt und wie die Situation vor Ort derzeit aussieht.


Dank Ihrer schnellen und großzügigen Hilfe konnten wir von HOPE e.V. den Betroffenen der Flutkatastrophe in Nepal unmittelbar helfen. 


Nachfolgend berichtet unser Projektleiter Rajan persönlich von seinem jüngsten Besuch in den Überschwemmungsgebieten an der Grenze zwischen Nuwakot und Rasuwa. 


Liebe Freunde,
herzliche Grüße aus Nepal!

Gestern bin ich von meinem dritten Besuch in den Überschwemmungsgebieten an der Grenze zwischen Nuwakot und Rasuwa nach Kathmandu zurückgekehrt. Obwohl die Not noch groß ist, gibt es erste Zeichen der Hoffnung. Die Gefahr weiterer schwerer Überschwemmungen hat vorerst nachgelassen, und viele Menschen versuchen nun, Schritt für Schritt in einen einigermaßen normalen Alltag zurückzufinden.
In den vergangenen Tagen haben wir eng mit den betroffenen Familien zusammengearbeitet und sie bei der vorübergehenden Unterbringung sowie mit den notwendigsten Hilfsgütern unterstützt.

 

Derzeit leben 16 Familien in einer Notunterkunft auf dem Gelände einer Schule. Gemeinsam mit dem Roten Kreuz, den Vereinten Nationen, HOPE und weiteren Hilfsorganisationen bemühen wir uns, diesen Menschen inmitten ihrer schwierigen Situation Trost, Sicherheit und praktische Hilfe zu geben.
Besonders bewegen uns die Kinder. Wir arbeiten mit drei Schulen zusammen und bieten dort Mal- und Kreativangebote, Gruppenspiele und andere Aktivitäten an. Nach allem, was sie erlebt haben, brauchen diese Kinder nicht nur materielle Hilfe, sondern auch Hoffnung, Freude und die Möglichkeit, ihre Ängste zu verarbeiten. Es ist berührend zu sehen, wie ein Lächeln langsam wieder auf ihre Gesichter zurückkehrt.


Gemeinsam mit meinem Bruder konnten wir inzwischen mehr als 300 Menschen mit dringend benötigten Hilfsgütern versorgen, darunter Kleidung, Decken und Bettzeug, Lampen, Lebensmittel, Medikamente und Hygieneartikel. In den kommenden Tagen möchten wir weitere Unterstützung organisieren, insbesondere für die vielen betroffenen Kinder.


Die Herausforderungen bleiben jedoch enorm. Rund 80 Prozent der betroffenen Gebiete sind weiterhin von der Außenwelt abgeschnitten. Straßen und Brücken wurden von den Fluten zerstört. Einige Dörfer können derzeit nur per Hubschrauber erreicht werden; teilweise werden sogar Drohnen eingesetzt, um Hilfsgüter zu den Menschen zu bringen. Viele Gemeinden haben weder Strom noch Kommunikationsmöglichkeiten und sind vollständig isoliert. Es wird voraussichtlich noch mindestens einen Monat dauern, bis einige dieser Orte wieder über Straßen erreichbar sind.


Besonders schmerzlich ist die Situation in der Gemeinde von Betrawati. Dort werden noch immer 28 Menschen vermisst, darunter auch der örtliche Pastor. Für die Familien und die ganze Gemeinschaft ist dies eine schwere Zeit voller Ungewissheit und Trauer. Diese Gemeinde liegt mir persönlich sehr am Herzen, da ich dort oft Jugendprogramme durchgeführt habe. Besonders bewegt mich das Schicksal einer Bekannten aus dieser Gemeinde, die gemeinsam mit ihrem dreijährigen Kind vermisst wird.


In der kommenden Woche werde ich erneut in die Katastrophengebiete reisen und weitere Hilfsgüter mitbringen. Gleichzeitig werden wir weiterhin die Sammlung und Verteilung von Unterstützung koordinieren, damit die Hilfe auch die Menschen erreicht, die bisher nur schwer zugänglich sind.
Von Herzen danke ich euch für eure Hilfe, eure Gebete, eure Anteilnahme und eure Unterstützung. Bitte betet weiterhin für die betroffenen Familien, für die Vermissten und für alle Helfer vor Ort. Betet um Trost für die Trauernden, um Hoffnung für die Verzweifelten und um Weisheit und Kraft für alle, die in dieser schwierigen Situation Verantwortung tragen.
Gemeinsam können wir den Betroffenen zeigen, dass sie nicht vergessen sind.
Mit herzlichen Grüßen
Rajan


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