Ich bin nur einer unter einer Million…

Rohingya aus Myanmar in Bangladesch [Projekt-Nr. 8160]

Die Rohingyas sind ein Volksstamm, der in Myanmar lebt. Sie sind vor mehr als hundert Jahren durch die Kolonialmacht dort hingekommen und haben im Laufe der Zeit viele Schikanen erlebt.

 

Sie gehören zu islamischen Religion, doch die Mehrheit der Menschen in Myanmar sind Buddhisten. Binnen weniger Wochen ist die Situation bei den Rohingyas zu einem katastrophalen Flüchtlingsdrama geworden. Die Schikanen sind zur offenen Verfolgung und Drangsalen eskaliert.

Ganze Dörfer wurden im Brand gesetzt und die Menschen vertrieben. Zwischen 600.000 bis 700.000 Menschen sind auf der Flucht vor der Gewalt in Myanmar. Die meisten Menschen sind nach Bangladesch geflüchtet, doch Bangladesch ist eines der ärmsten Länder der Welt.

 

Dort in Bangladesch leben die Menschen in großen aber sehr primitiven Flüchtlingscamps. Es fehlt an allem: Wasser, Nahrung, Hygiene, Medikamente, etc. 
 

Besonders Kinder und ältere Menschen leiden sehr.

 

Das Leben ist hart im größten Flüchtlingslager der Welt. Vor einem Jahr flohen muslimische Rohingya aus Myanmar nach Bangladesch. Sie entkamen mit knapper Not einer brutalen Kampagne der burmesischen Armee, die von der UNO als „Musterbeispiel von ethnischer Säuberung“ bezeichnet wird. Seitdem leben ca. eine Million Rohingya Flüchtlinge auf einer Fläche von knapp 20 km² in Hütten aus Bambus und Plastikplanen. Eine Million Menschen, eine Million tragischer Geschichten…

 

Ahmed ist elf Jahre alt. Er kam mit seinen Eltern und zwei jüngeren Geschwistern vor einem Jahr im Lager an. In seiner Heimat ging er sehr gerne zur Schule und träumte davon, durch gute Bildung der Armut entfliehen zu können. Die Regierung von Bangladesch erlaubt aber in den Lagern keine richtigen Schulen. Ahmed ist oft langweilig. Nun geht er in eine Koranschule, wo er arabische Verse auswendig lernt, ohne den Inhalt zu verstehen.

 

Jamila ist 42 Jahre alt und Mutter von fünf Kindern. In Myanmar wurde sie – wahrscheinlich durch unsaubere Kanülen beim Arzt – mit Hepatitis C infiziert. Neben der Verfolgung in Myanmar war die Hoffnung auf medizinische Behandlung ein Hauptgrund für ihre Familie, nach Bangladesch zu fliehen. Allerdings behandeln die Lagerkliniken nur akute Notfälle, keine chronischen Krankheiten. Außerdem dürfen die Flüchtlinge das Lagergebiet nicht verlassen.

 

Mahmud floh vor einem Jahr nicht nur mit seiner Familie, sondern mit seinem ganzen Dorf. Mahmuds Familie und viele andere aus seinem Dorf glauben schon seit Jahren an Jesus. Im Lager haben der Druck und die Verfolgung stark zugenommen. Die Christen werden oft diskriminiert und bedroht.

 

Auch wenn die Not dieser riesigen Menschenmenge überwältigend ist, kann man oft im Kleinen helfen. Unsere Mitarbeiter konnten Jamila die teuren Hepatitis Medikamente besorgen und die Arztbesuche in der Stadt ermöglichen. Für die Gruppe von Gläubigen um Mahmud konnten rechtzeitig vor der Monsunzeit sturm- und regenfeste Hütten gebaut werden. Wir konnten auch einer befreundeten Organisation helfen, eine Klinik im Lager zu bauen, wo täglich bis zu hundert Patienten behandelt werden.

 

Es bleibt noch viel zu tun, aber für Einzelne kann doch ein Unterschied gemacht werden. 

 

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