Dank aus Nepal an HOPE und alle, die gespendet haben

600 Familienmitglieder in Nepal bekommen Zugang zu frischem Wasser durch den Bau von 40 Wasserbrunnen.Eröffnungsfeier in Chitwan (Hope e.V.)

“Vielen Dank! Gemeinsam machen wir einen Unterschied.“ Mit diesen Worten schließt Jomesh Tamang, ausführender Direktor des Guiding Youth Movement Nepal (GYMN) seinen Projektbericht ab. In dem Bericht bedankt er sich bei den vielen Spenderinnen und Spendern von HOPE, die den Bau von 40 Brunnen in Nepal ermöglichten.

 

Konträr zu vielen anderen Entwicklungsländern mangelt es in Nepal nicht an der Ressource Wasser. In Nepal mangelt es an Zugängen zu sauberem, sicherem Trinkwasser. Die wohl gefährlichste Erkrankung, die über kontaminiertes Wasser übertragen wird, ist Cholera. Zusammen mit Typhus und Hepatitis stehen diese Krankheiten in Nepal leider auf der Tagesordnung. Besonders in ländlichen Gebieten stehen den Bewohnern lediglich kleine Flüsse und Teiche zur Verfügung. Sterile Leitungen gibt es in diesen Regionen weit und breit keine.

 

Die GYMN (Guiding Youth Movement Nepal) ist eine Non-Profit Organisation Nepals mit der Vision, die Bildung und Gesundheit in Nepal voranzubringen. Sie sah das Problem der Menschen im Chitwan Distrikt in der Narayani Zone im Süden Nepals. Kein Zugang zu sauberem Wasser und fortwährende Krankheiten aufgrund des verschmutzten Wassers sind genau die Themen, bei denen GYMN eingreift. Sechs Monate lang arbeiteten Dorfbewohner mit Bauarbeitern und Vorsitzende zusammen. Das Ergebnis: 40 Wasserbrunnen versorgen nun verlässlich über 600 Familienmitglieder mit Trinkwasser.

Projektleiter Dhiraj Thamang führte das Projekt aus.

 

Das Dorf Khairahani in Chitwan zählt zu den unterentwickeltsten Dörfern des Distrikts. Die Mehrheit der Bewohner leben unter der Armutsgrenze. Es fehlen Institutionen wie Schulen und Krankenhäuser. Dies führt zu vielen Problemen: Einige Bewohner sind Analphabeten und wissen nur wenig über Gesundheits-und Hyghienestandarts.

Die Menschen des Dorfes Khairahani wussten es nicht besser und tranken daher das Oberflächenwasser aus den Flüssen und Teichen. Dies ruf viele Wasserübertragbare Krankheiten hervor.

 

Diese Umstände konnte GYMN nicht akzeptieren. Zusammen mit HOPE e.V. wurden 40 Brunnen in Khairahani im Chitwan Distrikt gebaut. 120 Familien, insgesamt also 600 Menschen, haben nun zuverlässigen Zugang zu frischem, sauberem Wasser.

 

Feld Koordinator Dhiraj Tamang leitete das Bauprojekt vor Ort.  

Zunächst beantragte er die Installation der Brunnen bei der Gemeindeverwaltung. Zusammen mit Regierungsangestellten führte er Umfragen und schließlich Meetings mit den Kommunen durch, um das Projekt auf den Chitwan District einzuengen. Bei den Besprechungen wurde entschieden, welche Orte und Familien von dem Projekt profitieren sollen. Auch die Beschaffung der Materialien wurde in den Meetings geklärt.

Zusammen mit Dorfbewohnern wurde ein lokaler Brunnenbauer ausfindig gemacht, mit welchem dann auch eine Vereinbarung getroffen wurde.

 

Ein erschreckender, jedoch notwendiger Punkt des Vertrags war, dass GYMN keine rechtliche Verantwortung übernimmt für jegliche Unfälle oder Schäden, die während den Bauarbeiten entstehen könnten.

 

Am 3. März 2019 war es dann endlich soweit: Das fertige Projekt wurde in einer großen Feier eröffnet. Alle Mitarbeiter der GYMN einschließlich GYMN Präsident Bijay Gurung nahmen Teil an der Eröffnungszeremonie. Zur feierlichen Eröffnung der 40 Brunnen durchschnitt Präsident Hakim Sing Upreti das Eröffnungsband und trank vom Wasser der neu erbauten Brunnen.

Große Freude war zu sehen auf Seiten der Bewohner über die neugeschaffenen Zugänge zu frischem, sauberem Trinkwasser.

 

Zitat eines Lokalen Bewohners: „Ich bin sehr glücklich und dankbar gegenüber GYMN, dass sie ein solches Projekt in unserem Dorf gestartet haben. Endlich haben wir Zugang zu sauberem und sicherem Trinkwasser, direkt in unserem Haus.“

 

Hakim Sing Upreti sagte GYMN, er sei sehr dankbar, dass sein Dorf ausgewählt wurde. Das Dorf wurde bereits von mehreren Organisationen abgelehnt. Auch sei er sehr froh, da die Brunnen das Problem des kontaminierten Wassers minimieren würden. Endlich bewege sich das Dorf in eine gute Richtung.

 

Herausforderungen

In der trockensten Jahreszeit kann das Oberflächenwasser bis zu zwei Monate lang austrocknen. Unter solchen Bedingungen ist es unmöglich, ohne Brunnen an Wasser zu kommen.

Häufig liegt die Schicht mit trinkbarem Wasser so tief, dass zwei bis dreimal tiefer ausgehoben werden muss. In solchen Fällen müssen den Arbeitern höhere Löhne gezahlt werden, was in Konflikt mit dem Budget steht.

Bis zu 60 Meter tief müssen die Arbeiter bohren, um an sauberes Wasser zu kommen. Vergleich hierzu: In Deutschland erreicht man das Grundwasser bereits ab 7 Metern.

 

Eine weitere Herausforderung gab es beim Schutz der Arbeiter. Die Installierung der Rohre ist mit mannigfaltigen Gefahren verbunden. Von Anfang an wurde vertraglich festgelegt: GYMN wird bei Unfällen nicht in Verantwortung gezogen. Zweimal kam es zu kleineren Unfällen: Zwei Männer stürzten von den Rohren. Glücklicherweise kam es zu keinen schweren Verletzungen.

Fazit

Vor dem Projekt mussten die Bewohner in Chitwan Wasser aus den Seen und Flüssen trinken, welches nicht sauber war. Jetzt profitieren 120 Familien und insgesamt 600 Menschen von freiem Zugang zu sauberem und sicherem Trinkwasser. Durch den Bau der Brunnen wurde ein sicherer, gesunder Lebensstil realisiert. Krankheiten, die durch verschmutztes Wasser hervorgerufen wurden, gehören jetzt für die Menschen in Chitwan der Vergangenheit an.

Eine geregelte Wasserversorgung ist essenziell für die Entwicklung einer Stadt.

 

Wir möchten uns im Namen der 600 Familienmitglieder und GYMN für ihre Spenden und fortwährende Unterstützung bedanken! Ohne die finanzielle Unterstützung hätte das Projekt niemals stattfinden können. Gemeinsam machen wir einen Unterschied.