13.10.2026 - Uganda

Erfolgreiches WASH-Projekt verbindet Hygiene, Aufforstung und Schulungen

Praktische Hilfe verbessert die Lebensbedingungen und stärkt die Selbstständigkeit der Geflüchteten in Zone 8 des Rhino Camps.

Gemeinsam mit unserem Partner Green Relief Initiative konnten wir wichtige Grundlagen für bessere Lebensbedingungen der neu angekommenen Geflüchteten in Zone 8 des Rhino Camps in Uganda schaffen. Saubere Toiletten, Hygieneschulungen, Solarstrom und der Anbau von Gemüse sind wichtige Schritte in eine bessere Zukunft.


Das gestartete WASH-Projekt (Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene) verbindet den Bau von Sanitäreinrichtungen mit Hygieneschulungen, medizinischer Unterstützung, Aufforstung und dem Anbau von Nahrungsmitteln.


Ein Gemeindezentrum als Ort der Begegnung
Ein neues Gemeindezentrum bietet Raum für Versammlungen, Aufklärungsveranstaltungen und Schulungen rund um Wasser, Hygiene und Gesundheit. Darüber hinaus lernen die Menschen hier, wie sie durch nachhaltige Landwirtschaft und die Verbindung von Bäumen und Nutzpflanzen ihre Lebensbedingungen verbessern können.

 

Bau von Gemeinschaftstoiletten
Saubere Toiletten sind eine wichtige Voraussetzung für gute Hygiene und den Schutz vor Krankheiten. Doch gerade in einem Flüchtlingslager sind ausreichende Sanitäreinrichtungen keine Selbstverständlichkeit. Im Rahmen unseres Projekts wurden deshalb 11 gemeinschaftliche Toilettenblöcke mit jeweils vier Kabinen gebaut. Die letzten Arbeiten stehen noch aus.

 

Solarstrom für die Gesundheitseinrichtung
Eine Geburt ist ein besonderer Moment im Leben. Doch stellen Sie sich vor, ein Kind kommt nachts zur Welt und das medizinische Personal muss sich mit dem schwachen Licht einer Handy-Taschenlampe behelfen. Genau das war in einer Gesundheitseinrichtung im Rhino Camp bisher Realität. Nicht nur bei Geburten, sondern auch bei der Versorgung kranker Menschen waren die Mitarbeitenden nachts auf dieses wenige Licht angewiesen.
Mit der Installation einer Solaranlage konnten wir diese Situation deutlich verbessern. Jetzt steht auch nach Einbruch der Dunkelheit Licht zur Verfügung – eine große Erleichterung für das medizinische Personal und die Patienten.

 

Bäume pflanzen und Küchengärten anlegen
Bäume sind im Rhino Camp weit mehr als nur ein Beitrag zum Umweltschutz. Sie spenden Schatten, liefern Früchte und können langfristig auch als Brennholz genutzt werden.
Deshalb fördert unser Projekt das Pflanzen von Obst-, Schatten- und Brennholzbäumen rund um die Unterkünfte der Geflüchteten. So tragen wir dazu bei, die Umwelt wiederherzustellen und gleichzeitig die Lebensbedingungen der Familien zu verbessern. Zusätzlich wurden in mehr als 2.000 Haushalten kleine Gemüsegärten angelegt. Hier können die Familien ihr eigenes Gemüse anbauen, ihre Ernährung verbessern und die vorhandenen Flächen sinnvoll nutzen.
um die Haushalte fördern.

 

WASH-Aufklärung und Unterstützung für Mädchen
Sauberes Wasser und gute Hygiene können Krankheiten verhindern. Doch dafür braucht es nicht nur die entsprechenden Einrichtungen, sondern auch Wissen über den richtigen Umgang damit. Unser Partnerteam besuchte deshalb die Familien direkt in ihren Unterkünften. Dabei informierten die Mitarbeitenden über sauberes Trinkwasser, Lebensmittelhygiene, Händewaschen und die Sauberkeit im Haushalt.
Durch diese persönlichen Gespräche konnten sie auch die Lebensbedingungen der Familien besser kennenlernen und erkennen, wo weitere Hilfe notwendig ist.


Ein besonderes Augenmerk galt heranwachsenden Mädchen und ihrer Menstruationshygiene. Die Mädchen erhielten MenstruationsHygiene-Sets mit einem Eimer, Unterwäsche, Seife und einem Handtuch. In praktischen Schulungen lernten sie außerdem, wie sie wiederverwendbare Monatsbinden selbst herstellen können. Dies ist eine wichtige Hilfe für Mädchen, deren Familien sich regelmäßig neue Hygieneartikel kaum leisten können.

 

Maßnahmen während des Ebola-Ausbruches
Wie wichtig Hygieneaufklärung ist, zeigte sich besonders während des Ebola-Ausbruchs. Unser Partnerteam Green Relief Initiative war unmittelbar vor Ort im Einsatz. Die Mitarbeitenden informierten die Menschen über Ansteckungsrisiken, vorbeugende Schutzmaßnahmen und die Bedeutung guter Hygiene. 

Zusätzlich wurden an 50 wichtigen Stellen innerhalb der Flüchtlingssiedlung Handwascheinrichtungen aufgestellt.
Doch mit dem Aufstellen allein war es nicht getan. Damit die Menschen diese Einrichtungen auch nutzen konnten, mussten sie regelmäßig mit Wasser und Seife versorgt werden.
Eine große Herausforderung! In einigen Gebieten musste das Team weite Strecken zurücklegen, um genügend Wasser zu beschaffen und die Handwaschstellen funktionsfähig zu halten.

 

Fazit – Gemeinsam haben wir viel erreicht!
Mit unserem WASH-Projekt konnten wir die Lebensbedingungen vieler Menschen in Zone 8 des Rhino Camps verbessern.
Saubere Toiletten, bessere Hygienemöglichkeiten, Solarstrom für die medizinische Versorgung, neue Bäume und eigene Gemüsegärten sind wichtige Schritte für mehr Gesundheit, Sicherheit und Selbstständigkeit. Besonders wertvoll ist dabei die Verbindung von praktischer Hilfe und Schulungen. Denn unser Ziel ist es nicht nur, die unmittelbare Not zu lindern, sondern den Menschen auch langfristig neue Perspektiven zu eröffnen.


Ein herzliches Dankeschön an alle Unterstützer und Spender, die diese wichtige Hilfe möglich gemacht haben!


Unsere Arbeit ist noch nicht abgeschlossen. Die letzten Bauarbeiten an den Toiletten stehen noch aus. Auch die Pflege der bestehenden Einrichtungen sowie weitere Hygiene- und Umweltprojekte benötigen Unterstützung.


Möchten Sie weiterhin Teil dieses lebensverändernden Projekts sein? Dann helfen Sie mit Ihrer Spende, die Lebensbedingungen der Geflüchteten im Rhino Camp nachhaltig zu verbessern.
 

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