Hungersnot im Südsudan - Hilfe dringend nötig

Die Bevölkerung des Südsudans ist im Notstand. Unser Partner vor Ort, Bashir, bittet in einem Brief um dringend nötige Hilfe für diejenigen, die von allen anderen verlassen wurden.

 

Die Rebellen tragen ihren Disput mit der Regierung auf den Schultern der Zivilbevölkerung aus und lässt diese keine Gnade spüren. Das Dorf Katta, welches ca. 4 Stunden mit dem Auto von Raja entfernt liegt, hat diesen Konflikt besonders zu spüren bekommen.

 

Zivilisten wurden getötet, Frauen vergewaltigt und wer es schaffte, in den Busch zu fliehen, der musste dies ohne Essen und Medikamente tun. Bashir war es nicht möglich, Bilder zu machen, da die Geflüchteten in ihrem kleiderlosen, heruntergekommenen Zustand nicht fotografiert werden wollten. Besonders der Mangel an Medikamenten trifft die Menschen schwer, denn eine Fliegenart verbreitet den Fadenwurm Onchocerca volvulus, welcher Flussblindheit auslöst. Die Menschen ernähren sich von Wurzeln und wilden Blättern, ähnlich wie die Menschen in Boro Medina, welche als einzige Nahrungsquelle Mangos nennen können.

 

Boro Medina ist eine weitere Stadt, die von den Rebellen zerstört wurde. Bashir und sein Team fanden die Stadt völlig leer vor, erst nach einigen Rufen kamen die letzten Überlebenden aus den Häusern. Es sind die Alten und Kranken, die von ihren eigenen Kindern zurückgelassen wurden. Da die Stadt einen weiteren Angriff von den Rebellen erwartet, hat sogar das Militär Boro Medina verlassen.

 

Das Resultat: die Menschen, die nicht fliehen konnten, sind auf sich allein gestellt, ohne jegliche Hilfe. Bashir berichtet, wie sie dem allgegenwärtigen Tod nichts entgegenzusetzen haben. Die nächste Ernte wird erst in 4 Monaten anstehen, bis dahin haben sie keine Nahrung außer den Mangos. Doch wenn der Regen diese nicht bereits verfaulen hat lassen, so gehen sie schneller zur Neige, als der leidenden Gemeinschaft recht ist.

 

Besonders zwei Aspekte spricht Bashir in seinem Brief an: Die Lebensmittelknappheit und den Mangel an medizinischer Versorgung, sowie die Zeit, die gegen die Menschen spielt.

 

Die Rebellen sind zwar der Auslöser für diesen Notstand, jedoch sind wir diejenigen, die der Not erlauben, weiterhin zu bestehen. Bereits die geringste Spende ermöglicht es unserem Team, gegen die Zeit anzukämpfen und Lebensmittel wie Getreide oder Mais, Öl, Salz, Zucker, Bohnen und Medikamente zu kaufen und auch tatsächlich zu den Menschen zu bringen.

 

Die Opfer der Anschläge sowie Bashir und sein Team von 4 Kräften, einschließlich einer Sozialpädagogin, wären ihnen für eine Spende sehr dankbar!

 

Spendenkennwort: Südsudan