Ein Besuch in Indien vermittelt Hoffnung

Kinderheim [Projekt Nr. 8350] und Schule [Projekt Nr. 8351]Schule in Chillakallu, Hope e.V. hilft Kindern bei der Bildung

Im August 2018 sind Bob und Elisabeth Hatton zusammen mit acht weiteren, fast ausschließlich jungen Menschen, nach Indien geflogen. Für die meisten war es das erste Mal, dass sie in einem Flugzeug saßen und so herrschte große Aufregung. Trotz einiger Hürden verlief der Flug gut und die Gruppe ist wohlbehalten über einen Zwischenstopp in Dehli in Hyderabad angekommen. Dort wurde sie abgeholt und mit Autos ins rund 200 km südöstlich gelegene Dorf Chillakallu gefahren. Inzwischen ist das ursprünglich kleine Dorf allerdings zu einer Stadt herangewachsen.

Als die Gruppe in Chillakallu ankam, war es bereits dunkel und es regnete in Strömen. Dies hat die Kinder des Kinderheims allerdings nicht daran gehindert, ein ganz herzliches Willkommen an die Gäste aus Deutschland auszusprechen. Mehr als 100 Kinder und viele MitarbeiterInnen des Heims standen Spalier und haben die Besucher aus Deutschland zuerst mit Blütenblättern überschüttet und ihnen anschließend Blumengirlanden umgehängt. Das Eis war somit sofort gebrochen und es herrschte von Anfang an eine gute Beziehung untereinander.

 

Kontakt zu den Kindern

Einige Familien der Besucher unterstützen seit Jahren Kinder im Heim und es war somit eine große Freude, die Patenkinder nun endlich persönlich kennenzulernen. In den darauffolgenden Tagen wurde der Kontakt zu den 120 Kindern immer intensiver. Weitere Kinder, die zwar vom Kinderheim aus unterstützt werden, wohnen außerhalb des Heims und gehen auch in staatliche Schulen oder studieren eventuell schon. Insgesamt ist das Kinderheim inzwischen für ungefähr 180 Kinder zuständig.

Das deutsche Team hat immer wieder gestaunt, dass die indischen Kinder, obwohl sie kaum eigenen Besitz haben, trotzdem zufrieden und glücklich sind und immer Zuversicht und Hoffnung ausstrahlen. Leider konnten die Besucher nicht so viel Zeit mit den Kindern verbringen, wie sie es gerne getan hätten. Die Kinder im Heim haben einen klar geregelten und strukturierten Tagesablauf, in der die Schule und das Lernen einen großen Platz einnehmen. Dennoch gab es beim gemeinsamen Spielen, beim Sport und der Musik immer wieder wertvolle Zeiten der Begegnung.

 

Die Schule

Seit einigen Jahren betreibt New Hope (der Name der befreundeten Organisation) eine Schule in Chillakallu. War die Schule ursprünglich einmal für maximal 50 Kinder gedacht, so ist sie inzwischen auf 350 Kinder angewachsen. Die Klassenzimmer befinden sich auf dem Dach der Kirche, wodurch sie recht klein und vollkommen mit Schülern überfüllt sind. Die Wände der Räume reichen nicht bis zur Decke, was den Lärmpegel in den einzelnen Klassenzimmern erhöht und die Schüler teilweise doch sehr stört und ablenkt.

Die Schulbehörde hat diesen Zustand zu Recht bemängelt. Allerdings darf nicht verschwiegen werden, dass es in staatlichen Schulen in Indien Klassen mit bis zu 90 Kindern gibt. Zudem kommt es nicht selten vor, dass zwei Klassen von nur einem Lehrer gleichzeitig betreut und unterrichtet werden.

Auf der anderen Straßenseite wurde daher ein noch unbebautes Grundstück gekauft und es wurde bereits mit dem Bau einer neuen, größeren Schule begonnen. HOPE unterstützt den Schulbau mit Kräften und freut sich weiter über Unterstützung, egal in welcher Form. Es fehlt immer noch an vielen Ecken und Enden, um das neue Schulgebäude fertigzustellen und dann auch beziehen zu können. Wann wohl die ersten Kinder im neuen Schulgebäude unterrichtet werden?

 

Besuch in den Dörfern

Einen Einblick in das beschwerliche Leben auf dem Land in Indien hat das Team bekommen, als es die Menschen in den umliegenden Dörfern besucht hat. Die große Armut und die Not der Menschen ließen die deutschen Gäste immer wieder staunen und erschüttern. Mit einem Gefühl von Dankbarkeit über den großen Reichtum in Deutschland kehrte das Team in seine Heimat zurück.

 

Die Christengemeinden

Die deutschen Gäste erlebten auch mit, wie Christen in Indien ihren Glauben ausüben. Sie nahmen an einem Kindertag und an einer Jugendkonferenz teil und gestalteten diese durch Musik, Gesang und Beiträge aktiv mit.

 

Abschied

Die 2 ½ Wochen sind sehr schnell vorbeigegangen und beim Abschied von den Kindern floss so manche Träne.

Eine Teilnehmerin hat ihre Erlebnisse so zusammengefasst: „Ich bin Gott so dankbar für die Zeit in Indien. Wir haben so viel erlebt! Wir haben erlebt wie Gott Wunder tut. …Die Zeit in Indien hat auch meinen eigenen Glauben gestärkt und dafür bin ich Gott dankbar.“

Von einem anderen Teilnehmer bekamen wir folgende Rückmeldung: „Der Indienaufenthalt war eine einmalige Erfahrung für mich. Die ganzen Eindrücke, die vielen Erlebnisse und die gravierenden Unterschiede zu unserer westlichen Lebensweise haben mich immer wieder staunen lassen und zum Nachdenken angeregt. Der Höhepunkt war für mich das Treffen und das Kennenlernen unseres Patenkinds Lavanya. Ich werde diese 2,5 Wochen nicht vergessen und bin froh, einen kleinen Einblick in die Arbeit von HOPE erhalten zu haben.“

 

HOPE unterstützt die Kinder im Kinderheim durch Patenschaften, für die 30 Euro im Monat aufzubringen sind. Die Kinder bekommen dadurch Kost und Logis, sie können zur Schule gehen und erhalten Kleidung und medizinische Versorgung. Möchten Sie ein Kind mit einer Patenschaft unterstützen, dann melden Sie sich bitte bei uns. >>>Kontakt<<<

 

Ebenso unterstützt HOPE den Bau der neuen Schule durch Spenden. Falls Sie uns hier finanzielle Unterstützung zukommen lassen möchten, dürfen Sie sich auch diesbezüglich gerne an uns wenden.

 

Kinderheim [Projekt Nr. 8350] und Schule [Projekt Nr. 8351]